Wie sollte man negatives Reputation Management bekämpfen?
Ein schlechter Ruf ist unerfreulich. Im Internet kann er mit einem Schlag ein gut laufendes Geschäft ruinieren. Unvorteilhafte Nachrichten können dort in Sekundenschnelle millionenfach verbreitet werden. Es ist leicht, den Ruf eines anderen zu schädigen, ohne zur Verantwortung gezogen zu werden. Der Kauf negativer YouTube-Likes oder das absichtsvolle Posten eines Links, der zu einer harschen Kritik über die Produkte einer bestimmten Firma führt, kann ein Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten stürzen. Heutzutage muss man mit einem so genannten “shitstorm” – einem sekundenschnell entfachten Sturm der Entrüstung im Internet – rechnen, wenn man mit einem Skandal auf sich aufmerksam macht. Ob falsche oder richtige Behauptungen dahinter stehen, wird dabei nicht hinterfragt.
Das Internet ist heutzutage die Informationsquelle schlechthin. Gleichermaßen gilt: Es ist auch die Desinformationsquelle schlechthin. Wegen der Schnelligkeit, mit der Informationen sich verbreiten, sollte jedes Unternehmen sich einen professionellen Partner suchen, der Reputationsmanagement betreibt. Eine negative Reputation kann ein Unternehmen ruinieren. Es braucht unter Umständen Jahre, bis man sie wieder los ist. Reagiert eine Agentur im Unternehmensauftrag auf die kleinste Negativmeldung im Netz, wird größerem Schaden vorgebeugt. Die Investition in Reputationsmanagement ist daher sinnvoll. So, wie Positiveinträge in Foren, Bewertungsportalen, sozialen Netzwerken oder einem Blog den Umsatz ankurbeln können, können Verleumdungen oder Falschmeldungen – insbesondere wenn sie hundertfach verteilt und kommentiert werden – ein blühendes Geschäft zum Erliegen bringen. Aus diesem Grund ist es klug, seine Reputation nicht zur Diskussion zu stellen. Wer erst wach wird, wenn der Ruf bereits beschädigt ist, hat selbst Schuld.
Man muss nicht systematischem Cyber-Mobbing anheim fallen, um in Misskredit zu geraten. Es genügt, wenn ein Kunde ein Produkt gekauft hat und damit nicht zufrieden ist. Heutzutage gibt er eine schlechte Bewertung in einem entsprechenden Medium ab, kommentiert seinen Kauf in einem Forum oder schreibt in einem Blog einen kritischen Artikel darüber. Es wird negative Meinungsmache betrieben, die die Reputation schädigen kann. Wer sich mühsam Wettbewerbsvorteile erarbeitet hatte, sieht sich plötzlich mit einer Rufschädigung konfrontiert. Kein Geschäftsmann kann die Zusatzaufgabe auf sich nehmen, das Internet nach solchen Negativeinträgen abzusuchen. Dafür gibt es Agenturen, die diese Arbeit übernehmen. Solche Dienstleister nehmen aktiv Einfluss auf die Meinungsmache im Netz und steuern sie im Namen des Auftraggebers. Ob der Auftraggeber eine wohltätige Organisation, ein internationales Unternehmen oder ein Künstlerverein ist, spielt keine Rolle. Reputationsmanagement besteht darin, alle Webeinträge über den Auftraggeber zu sichten und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen vorzuschlagen. Reagiert ein Unternehmen sofort auf eine harsche Kritik, steht es am Ende besser da.
Besondere Aufmerksamkeit muss heute dem “user-generated content” gewidmet werden. Es geht um die Kommentare, die von Internetnutzern in sozialen Netzwerken wie Twitter, Studi VZ, Xing oder Facebook eingestellt werden. Auch bei YouTube kann ein Video mit dem falschen Inhalt Schaden anrichten. Ohne professionelles Reputationsmanagement kann man der Schnelligkeit, mit der sich Skandalmeldungen und Falschbehauptungen verbreiten, nichts entgegen setzen. Der gute Ruf ist das wichtigste Aushängeschild einer Firma. Steht erst einmal eine Negativmeldung im Netz, hat sie eine lange Verweildauer und kann noch nach Jahren gefunden werden. Kein Unternehmen kann daran interessiert sein, dass viel gelesene Negativeinträge sogar vor der eigenen Homepage in einer Suchmaschine rangieren. Professionelles Reputationsmanagement korrigiert, kommentiert oder löscht Negativmeldungen. Die enge Zusammenarbeit mit namhaften Webseitenanbietern ist dabei unerlässlich. Neben solchen Sofortmaßnahmen werden auch langfristige Strategien erdacht, Suchmaschineneinträge zu optimieren und die Reputation des Unternehmens über Monitoring-Softwares und andere Maßnahmen zu steuern. Reputationsmanagement hat zahlreiche Facetten.









