Markenpositionierung im Web
Ein eigener Internet-Auftritt ist für jedes Unternehmen heute Pflicht. Wie aber positioniert sich eine Marke erfolgreich und unverwechselbar im Netz?
Grundlagen der Markenpositionierung im Web
Jedes Unternehmen, das sich im Internet präsentiert, muss dafür sorgen, dass seine Marke richtig positioniert ist. Wie bei der Markenarbeit in anderen Medien gilt auch im Web: Der Köder muss dem Fisch schmecken – nicht dem Angler. Das heißt, die Positionierung muss genau auf die anvisierte Zielgruppe abgestimmt sein. Junge Leute unter 20 werden zumeist eher durch ein junges, flippigeres Image angesprochen. Gut situierte Hausbauer wollen wahrscheinlich etwas seriöser umworben werden. Und Unternehmen als Zielgruppe stellen wiederum ganz eigene Ansprüche an die Informationen und deren grafische Aufbereitung im Internet.
Um langfristig eine erfolgreiche Markenpositionierung zu erreichen, ist neben der genauen Analyse der Zielgruppen die Wahl der richtigen Marketingstrategie von entscheidender Wichtigkeit. In der Praxis haben sich nur drei Strategien als dauerhaft erfolgreich erwiesen: die Qualitätsführerschaft, die Preisführerschaft und die Nischen-Strategie.
Erste Positionierung: der Qualitätsführer
Das oberste Bestreben bei dieser Marketingstrategie besteht darin, bessere Produkte als alle anderen Konkurrenten in einem Markt zu produzieren oder zu verkaufen. Da die Entwicklung und der Einkauf entsprechender Produkte deutlich teurer sind, als zum Beispiel bestehende Produkte einfach zu kopieren, schlagen sich diese Kosten in aller Regel auch in den Verkaufspreisen nieder. Der Qualitätsführer verlangt zumeist mit Abstand die höchsten Preise in seinem Markt.
Sein Internet-Auftritt muss diesen Qualitätsansprüchen ebenfalls gerecht werden. Gut gestaltete Seiten von Qualitätsführern zeichnen sich zum Beispiel durch ein edles oder modernes Aussehen aus, das jedem Nutzer sofort verdeutlicht, dass die Produkte im Premium-Bereich angesiedelt sind. Liebe zu Details, aufwändige Produktfotografien, Image-Filme und Informationen, die den Qualitätsvorsprung der Produkte beschreiben, runden den Web-Auftritt ab.
Zweite Positionierung: der Preisführer
Für den Preisführer ist die Qualität der Produkte, die er produziert oder verkauft, zwar nicht gänzlich unwichtig. Schließlich unterliegt auch er der gesetzlichen Produkthaftung. Aber das oberste Ziel, und für seinen Erfolg entscheidend, ist der Preis.
Der Internetauftritt eines Preisführers muss daher auch in erster Linie verdeutlichen, dass Nutzer die Produkte in keinem anderen Shop zu einem vergleichbaren Preis-Leistungs-Verhältnis bekommen werden. Entsprechend aggressiv sollten die Web-Seiten auch gestaltet sein. Durchgestrichene Preise, Tiefpreis-Versprechen und Sonderangebote können auf gut gestalteten Seiten Nutzer davon überzeugen, wirklich ein Schnäppchen zu machen. Da sich hohe Verwaltungskosten für Preisführer zumeist verbieten, werden die Informationen und Bilder zu den Produkten weniger aufwändig, liebevoll und detailliert sein wie beim Qualitätsführer. Und das ist auch gut so – schließlich sollen hier ganz andere Kunden angesprochen werden.
Dritte Positionierung: der Nischenanbieter
Ein Unternehmen, dass es nicht schafft, entweder der Beste oder der Günstigste in seinem Markt zu sein, wird mittelfristig ein Problem bekommen. Ein Ausweg, der sich oftmals anbietet, ist die Flucht in eine Marktnische. Wichtig dabei ist, dass die Nische groß genug ist – das heißt, dass das Unternehmen dort genug Umsatz erzielen kann. Und die Marke muss in dieser Nische die vergleichsweise kleine Zielgruppe perfekt ansprechen. Wer es schafft, Produkte für eine bestimmte Kundengruppe besser und passgenauer anzubieten als alle Wettbewerber, hat gute Chancen, für diese Produkte auch überdurchschnittlich hohe Preise zu verlangen.
Der Internet-Auftritt eines Nischenanbieters muss perfekt auf seine kleine Zielgruppe abgestimmt sein. Für ihn ist es nicht so wichtig, dass die grafische Gestaltung und die verfügbaren Informationen möglichst vielen Nutzern gefallen – aber die Käufer in seiner Marktnische müssen sich optimal angesprochen fühlen
. This entry was posted on Wednesday, May 12th, 2010 at 7:41 pm and is filed under Firmen Reputation. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.



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